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Führungen und Exkursionen

Der Verein bietet spannende Exkursionen und interessante Führungen für all unsere Mitglieder und Interessierten an.

Durchgeführte Anlässe:

Exkursion: «Die Birs in einer Zeitreise»

Exkursion: «Feuchtgebiete»

Exkursion: «Aescher Quellen»

Exkursion: «Unser Wasser»

Besichtigung: «Wasserwerkt»

Besichtigung : «Bunker Angenstein»

Exkursion 22.07.2017 «Die Birs in einer Zeitreise»

Wie alte Landkarten eindrücklich belegen, hat die Birs ihren Lauf immer wieder verändert. Früher war das Gebiet der Birs eine Auenlandschaft, heute ist es ein sehr attraktives Naherholungsgebiet. Bei einem Spaziergang vom Bahnhof Aesch bis nach Neuaesch mit rund 60 Teilnehmern sind die sukzessiven Veränderungen der Birs erklärt und mit Luftaufnahmen aufgezeigt worden. Stark geprägt und verändert wurde die Birs im Zuge der Industrialisierung, in dem die Wasserkraft der Birs als Energiequelle genutzt worden ist. So entstanden die Wasserkraftwerke für die Spinnerei in Aesch auf Berner Boden, für die Spinnerei Schappe in Dornachbrugg auf Baselbieter Boden und für die Metallwerke auf Dornacher Boden. Diese drei Kraftwerke sind mittlerweile Geschichte.

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Vom Kraftwerk der Spinnerei Aesch ist noch der Tunnel des Unterwasserkanals unter der SBB Linie vorhanden und dient heute als Fussgängerunterführung. Im zugedeckten Oberwasserkanal dieses ehemaligen Kraftwerks verläuft heute die Abwasserleitung aus Duggingen und Grellingen nach Birsfelden.

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Das Kraftwerk der Metallwerke ist bei der Verlegung der Birs 1971 vollständig rückgebaut worden und die Betonblöcke in der Birs und am Ufer bei den Metallwerken deuten den ehemaligen Flussverlauf noch schwach an. Auch das Schappe Kraftwerk existiert heute nicht mehr und dient heute als Wasserfall-Umgehungsgewässer für Fische. An dessen Stelle hat die EBM 1996 in Dornachbrugg ein modernes Kraftwerk mir 1.5 MW Leistung erstellt.

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Trotz dieser erheblichen Eingriffe in das Fliessgewässer der Birs ist die ökologische Vielfalt nicht überall auf der Strecke geblieben. Oberhalb der Gasleitungsbrücke z.B. gibt es eine ausgedehnte und wenig beeinträchtigte Kiesbank. In deren Umfeld ist die Artenvielfalt an Fledermäusen und Vögeln erfreulich hoch geblieben. Beim Betreten dieser Kiesbank zeigte sich ganz kurz und leider nur für die wenigsten Teilnehmer sichtbar, ein Eisvogel. Von Mitte April bis Mitte Mai diese Jahres sang in diesem Gebiet sogar regelmässig bis tief in die Nacht eine Nachtigall. Im Gegensatz zu diesem Flussabschnitt ist leider die unterhalb liegende Birsverlegung von 1971 ökologisch weniger geglückt. Diese Flussänderung zu besseren Nutzung der Gewerbeflächen würde heute ganz sicher umweltfreundlicher gestaltet. Beispiele dazu wie ein Flusslauf gestaltet und revitalisiert werden kann, gibt es an der Birs in Birsfelden und an der Wiese in den Langen Erlen.

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Zu einem Vereinsanlass gehört als Abschluss immer ein gemütliches Zusammensitzen bei einem feinen Imbiss vom Verein «Attraktives Aesch». Dieser ist wiederum mit einem ganz grossen Dankeschön von Isabelle Wipf und Eveline Sprecher organisiert und vorbereitet worden.

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Der Vorstand bedankt sich recht Herzlich bei Toni Schaffhauser für die hervorragende Exkursion an der Birs und den interessanten Bericht als Rückblick.

Exkursion 16.07.2017 «Feuchtgebiete»

Der gelungene Vereinsanlass des Vereins «Attraktives Aesch» vom 16. Juli 2016 führte in die Umgebung der Schlatt. Etwa 20 Personen interessierten sich für das Thema Landschaft mit Feld, Wald und Feuchtgebieten, die sich im Laufe der Zeit verändert haben. Und was war denn früher anders? So deuten die Flurnamen Schwangmatt, Lochmatt und Tannmatt auf erhebliche Rodungen des Gmeiniwaldes in früheren Zeiten hin und in Butthollen konnten einst Hagebutten geerntet werden. Der Erlengrabenbach hat die Hollenmatt bis 1970 regelmässig überschwemmt und anschliessend hat das Bachwasser die Felder der Tannmatt überflutet uns ist dann sukzessive versickert. im Weiteren haben die Quellen unterhalb der Schlatt zu ausgedehnten Feuchtwiesen geführt.

Um etwa 1910 ist der Bach in der Hollenmatt mit Röhren unter die Erde verlegt und zu einen neu erstellten Fisch- und Versickerungsteich in der Tannmatt abgeleitet worden. Im Laufe der Zeit ist die Hollenmatt mit Dränagen trockengelegt und das Wasser ebenfalls zum Weiher geführt worden und später kam noch die Bachwasserleitung des Erlengrabens hinzu. Damit war der Weiher Tannmatt aber überfordert und es ist eine Ueberlaufleitung zur ehemaligen Kiesgrube Butthollen erstellt worden, die nun heute die wichtige und nachhaltige Funktion der Versickerung für das Gebiet Schlatt, Hollenrain und neuerdings auch für das Regenwasser aus Aesch Nord übernommen hat.

Die ehemaligen Feuchtgebiete unterhalb der Schlatt sind mit den noch vorhanden Schilfflächen immer noch deutlich erkennbar. Trotz Rückgang der wertvollen Feuchtgebiete hat das Gebiet zwischen dem Weiher Tannmat und der Versickerung Butthollen mit den heutigen Buntbrachen eine erfreuliche Aufwertung erfahren mit einer der höchsten Feldhasenpopulation in der Nordwestschweiz  und einigen seltenen Vogelarten, die hier brüten oder sich während der Zugzeiten im Frühling und Herbst aufhalten. Und genau in diesem Gebiet soll nun 2022 das eidg. Schwingfest stattfinden. Auf der Strecke bliebe dieses wunderbare Naherholungsgebiet, das nach dem Wochenend-Anlass der Schwinger als ausgeräumte Landschaft praktisch für immer verloren wäre. Entsprechend gross war das Entsetzen der Teilnehmer dieses Rundganges über dieses abwegige Vorhaben.

Anschliessend erfolgte der gesellige Teil des Anlasses mit einem feinen Imbiss mit regionalen Köstlichkeiten von Isabelle Wipf. Ganz herzlichen Dank Isabelle.

 
 

Exkursion 18.07.2015 «Aescher Quellen»

 

150 Jahre Quellfassung in Aesch

 

Am Samstag zeigte der Verein «Attraktives Aesch» einige Trinkwasser-Quellen im Gebiet Ober-Aesch. Viele interessierte Personen aus Aesch und Umgebung nutzten die seltene Gelegenheit, einen Blick in die teils 150 Jahre alten Brunnstuben zu werfen. Vorstandsmitglied Anton Schaffhauser und Werner Moser, Leiter der Aussenanlagen der IWB zogen Jung und Alt mit ihrem eindrücklichen Fachwissen in ihren Bann.

Trinkwasser ist früher in den meisten Fällen aus lokalen Quellen beschafft worden. So auch in Basel, das bis zur Mitte des 19. Jh. mit den Quellen von Binningen, Bottmingen und Riehen versorgt worden ist. Diese reichten aber bald nicht mehr. So wurde 1864 eine private Gesellschaft für die Wasserversorgung der Stadt Basel mit dem Aufbau einer Quellwasserversorgung mit rund 40 Juraquellen in den Gebieten Ober-Aesch, Pelzmühletal in Duggingen und im Kaltbrunnental gegründet. 1865 planten dann englische Ingenieure im Auftrag der Basler Regierung die Fassungen der sehr ergiebigen Quellen in den erwähnten Gebieten. Eine über 10 km lange Wasserleitung zur Filteranlage und zum Reservoir im Bruderholz wurde erstellt. Dieses Quellsystem mit einer mittleren Ergiebigkeit von über 4'000 m3 pro Tag ist später von den IWB übernommen und bis 2003 genutzt worden. 

All die spannenden Fakten über die Entstehung der Quellwasserfassung, die schwierige Quellensuche, die lange Wasserleitung nach Basel, den störungsfreien Betrieb der Leitung bis 2003, die unsichere weitere Nutzung des kostbaren Gutes „Wasser“ durch die angrenzenden Gemeinden und die Folgen bei einer Vernachlässigung der Quellen wurden auf Anfrage hin eifrig diskutiert. Beim anschliessenden köstlichen Imbiss in der Fischerstube im Schloss Angenstein, zubereitet von Isabelle Wipf und Eveline Sprecher, fand ein gelungener Vereinsanlass einen krönenden Abschluss. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Anlass 2016 und einen erneut regen Besuch.

 

Besichtigung 17.01.2014 «Wasserwerke» Einladung von der Einwohnergemeinde

 

Exkursion 19.07.2014 «unser Wasser»

Unser Wasser – von der Birs ins Trinkglas

 

 

Der Teamleiter vom Team Soziales, Bildung und Ökologie hat am 19. Juli 2014 die Besichtigung der Grundwasser-Anreicherungsanlage an der Birs und des Grundwasserpumpwerks im Kägenwäldli unter dem Motto «Unser Wasser – von der Birs ins Trinkglas» als Vereinsanlass organisiert. Die Besammlung der interessierten Teilnehmer war bei der Anlage an der Birs. Dort zeigte und erklärte Herr Thomas Henz vom Wasserwerk Reinach und Umgebung Sinn und Zweck der Anlage, wie das Wasser aus der Birs entnommen und über die 4 Reinigungsstufen geleitet wird, damit es anschliessend über Versickerungsbrunnen in den Grundwasserstrom der Birs eingeleitet werden kann. Mit dieser Massnahme erreicht man, dass immer ausreichend Grundwasser für die Trinkwasserversorgung unserer Region zur Verfügung steht. Das künstlich versickerte Flusswasser der Birs benötigt etwa 4 Wochen bis es das Pumpwerk im Kägen erreicht.

Zu Fuss ging es dann weiter zum Pumpwerk Kägen, wo uns unser Brunnmeister  Herr Thomas Wenger über die Anlage informierte. Pro Jahr werden etwa 1.4 Mio. m3 Grundwasser in die Netze von Aesch, Dornach und Pfeffingen gefördert. Das entspricht einem See von 1 km2 Fläche und 1.4 m Tiefe. Dabei ist die Wasserqualität chemisch und bakteriologisch so gut und sicher, dass auf Desinfektionsmassnahmen des Trinkwassers verzichtet werden kann.

Zum Schluss offerierte der Verein bei der Picknickstelle im Kägenwäldli für den gemütlichen Teil noch einen köstlichen Imbiss, der von allen Teilnehmern sehr geschätzt worden ist. 

 

Besichtigung 03.07.2010 «Bunker Angenstein»